In der Medizin
Hier winkt das schnelle Geld. Aber wägen Sie die gesundheitlichen Aspekte sorgfältig ab. Holen Sie sich Rat bei einem Arzt, dem Sie vertrauen, zum Beispiel bei Ihrem Hausarzt.
Als Proband
Bevor Medikamente auf den Markt kommen, werden sie an Testpersonen (Probanden) erprobt. In Studien überprüfen Forscher, ob die Medikamente wirksam und verträglich sind. Wie hoch die Aufwandsentschädigung ist, hängt von Art, Dauer und Risiko der Studie ab: von 100 Euro für die Erprobung einer Salbe bis hin zu mehreren tausend Euro, zum Beispiel für die Erprobung eines Krebs-Medikaments.
Faustregel: Je höher die Aufwandsentschädigung, desto höher das damit verbundene gesundheitliche Risiko.
In der Regel werden Testpersonen von der Pharmaindustrie oder Universitätskliniken benötigt. Einen Überblick über die Anbieter und Kontaktmöglichkeiten geben Ihnen untenstehenden. Sie können auch selbst bei den Universitätskliniken und Pharmaunternehmen nachfragen oder sich an den Interessenverband wenden.
Verband Forschender Arzneimittelhersteller e. V.
Tel. 030 / 206 040 www.die-forschenden-pharma-unternehmen.de
Geld im Schlaf verdienen?
Auch in der Schlafforschung benötigen Wissenschaftler Testpersonen.
Besonders begehrt für einen Nebenverdienst sind Schlaflabore. Sie finden diese an den Universitätskliniken in den Abteilungen Pneumologie, HNO oder Psychiatrie.
Die Höhe der Aufwandsentschädigungen ist so unterschiedlich, dass eine verlässliche Bezifferung nicht möglich ist.
Blut spenden
Vergleichsweise viel Geld für wenig Aufwand gibt es für Blutspenden.
Spätestens bei der zweiten Spende vergüten Universitätskliniken den Dienst an der Volksgesundheit. Die Vergütung schwankt zwischen 20 und 40 Euro. Lediglich das Deutsche Rote Kreuz zahlt für Blutspenden aus ethischen Gründen kein Geld. Blut spenden kann grundsätzlich jeder Gesunde im Alter von 18 bis 68 Jahren. Frauen können viermal jährlich Blut spenden, Männer sogar sechsmal. Trotz der Möglichkeit, den "schnellen Euro" zu machen, sollten Interessenten nicht vergessen, dass es sich um einen medizinischen Eingriff handelt.
Vorher werden Sie kostenlos untersucht und auf HIV (den Aids-Erreger), Hepatitis B und C getestet. Für die schmerzlose Prozedur sollten Sie eine bis 1,5 Stunden einplanen – einschließlich eines kleinen Imbisses, der anschließend gereicht wird.
Auch Blutbestandsteile können Sie spenden:
- Plasmaspende: ca. 30 Euro. Da der menschliche Körper alle Bestandteile innerhalb von zwei Tagen neu bildet, können Spenden im Abstand von drei Tagen erfolgen.
- Thrombozytenspende: ca. 40 Euro. Dabei werden nur die für die Gerinnung wichtigen Blutplättchen entnommen. Die anderen Blutbestandteile erhält der Spender sofort zurück. Spenden sind alle 14 Tage möglich.
Samen spenden
Schneller als mit einer Samenspende können Männer nicht zu Geld kommen. Pro Spende zahlen Samenbanken in Deutschland zwischen 100 und 250 Euro.
Alle 14 Tage dürfen Männer Samen spenden. Spender werden dabei nach Alter (möglichst nicht älter als 40 Jahre), Gesundheit und Intelligenz ausgesucht. In einem Gespräch mit einem Arzt werden Sie ausgiebig zu Vorerkrankungen und genetischen Schäden befragt.
Auch wenn Ihre Samenspende erfolgreich zur Befruchtung führt, müssen Sie keine Unterhaltszahlungen befürchten. Zwar ist die gesetzliche Situation hierzu nicht eindeutig geregelt, aber in der Regel schützen die Institute Spender und das Elternpaar voreinander. Beide Parteien bleiben anonym.
Einen Überblick, wo Männer Samen spenden können, bietet der Arbeitskreis Donogene Insemination, Tel. 0201 / 29 42 90,
www.donogene-insemination.de
Grundsätzlich:
Bei Medikamenten-Studien müssen die Institute laut Arzneimittelgesetz für Probanden eine Versicherung abschließen, die Risiken und Spätfolgen abdeckt.
Fragen Sie im Vorgespräch danach. Lesen Sie das Kleingedruckte, bevor Sie eine Unterschrift leisten.
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